Susi

Jaja, lacht nur ;-) Meine Katze, besser gesagt Er heißt Susi. Hm, okay, nun könnte man darüber lachen oder weinen, denn es ist schon ein trauriges Schicksal, als stolzer Kater einen solchen Namen tragen zu müssen.
Aber Spaß beiseite, ich erzähle euch wie es dazu kam.

Wann Susi ein Teil meiner Familie wurde, daran erinnere ich mich kaum. Wir hatten damals einen Hund, Donald, der schon ein Jahr vor meiner Geburt zu meiner Familie dazugehörte. Ich war also praktisch mit ihm aufgewachsen. Damals, ich war noch sehr sehr klein, kann mich kaum daran erinnern, waren wir mit Donald beim Tierarzt. Ich lief durchs Wartezimmer, wie das die kleinen Kinder nun einmal machen und spielte mit einer Katze. Und wie das die kleinen Kinder eben noch so machen, verlangte ich von meinem Vater eine kleine Katze, denn ich hatte mich total in die Tiere vernarrt.
Offenbar hatte mein Vater nichts dagegen, denn wir stöberten an der Pinnwand und fanden schon bald eine Telefonnummer. Wenige Tage später holten wir ein kleines, schwarz-weißes Kätzchen mit nach Hause. Die Züchterin hatte uns damals versichert, dass es sich um ein Weibchen handelte, also was sollten wir tun, außer ihm einen Mädchennamen zu geben? So erhielt die kleine Katze den Namen Susi. Anfangs durfte sie noch nicht nach draußen, schließlich wollten wir erst noch zum Tierarzt und die Kleine sterilisieren lassen. Doch als der Arzt während der Behandlung nach dem Namen der Katze fragte, begann er zu lachen und versicherte uns, dass es sich um einen Kater handelte. Also wurde Susi kastriert und behielt den Namen, den sie bei ihrer Ankunft erzahlten hatte.

Susi und Donald, Katze und Hund. Es war eine recht amüsante Geschichte mit und gleichzeitig ohne Happy End. Schon bald durfte Susi nach draußen und die beiden zofften sich recht häufig. Besser gesagt Donald, der einer der liebsten Hunde war den ich je kennen lernen durfte, ging neugierig auf Susi zu und fing sich bei jedem Annäherungsversuch einen Kratzer ein.
Und dann, eines Tages sah ich die beiden nebeneinander im Gras liegen. Seit dem verstanden sie sich unheimlich gut.
Nach einiger Zeit jedoch verstarb Donald, wir mussten ihn wegen einer schweren Krankheit einschläfern lassen. Susi streifte ab diesem Augenblick oft alleine durch den Garten, durchstöberte jede kleine Ecke, auf der Suche nach dem Hund, wie es mir schien. Wenn ich so zurück denke, macht mich das immernoch traurig, selbst wenn ich mich kaum daran erinnern kann.