
In der Regel werden die gängigen Trapelusarten als Wildfänge in Zoohandlungen oder auf Börsen verkauft und dort obendrein oftmals falsch deklariert. Nicht nur die deutschen Namen werden erfunden, wie es gerade schön klingt, auch die Arten selbst werden oft als andere betitelt. Dazu kommt, dass Wildfänge häufig entsprechend angeschlagen sind. Nach dem Kauf muss also sofort alles getan werden, um das Tier zu untersuchen und bei Krankheit sofort zu behandeln. Das heißt, Finger weg von Spontankäufen!
Haltungsfehler, die leider sehr oft begangen werden, dazu gerechnet, stehen die Chancen für solche Tiere nicht immer rosig.
Ich möchte natürlich nicht alles schlecht reden, mit meinem ersten Tier hatte ich auch Glück, ich möchte hiermit nur davor warnen, dass die Haltung dieser Tiere nicht gerade ein Zuckerschlecken sein kann. Ich hätte mein Ziel kräftig verfehlt, wenn ich mit dieser Homepage bewirke, dass man sofort losmarschiert und den nächsten Wildfang aufgabelt.
Diese Seite habe ich hauptsächlich für diejenigen eingerichtet, die diese Tiere bereits halten oder Informationen suchen, die sich auch wirklich sicher sind, diese Tiere halten zu wollen. Ich freue mich natürlich auch immer wieder, wenn jemand beschließt diese Tiere anzuschaffen. Ich möchte nur eines, nämlich dass ihr wisst, was auf euch zukommt oder zukommen kann.
Denkt man über die Anschaffung eines Terrarientieres nach, so ist es wirklich zwingend Notwendig, sich vorher über das Tier zu informieren. Dies kann durch gute Fachliteratur, das Internet und verschiedene Empfehlungen von erfahrenen Züchter geschehen. Man sollte sich im vorneherein darüber klar werden, ob man wirklich den nötigen Platz, das nötige Geld und die nötige Zeit für ein solches Tier hat.
Bei der Anschaffung sollte man sich auch darüber im Klaren sein, woher man die Tiere bekommt. Nachzuchten von Trapelus sind kaum zu bekommen, in Zoogeschäften werden sie meist für wenige Euro verkauft, dabei handelt es sich jedoch fast ausschließlich um Wildfänge, die bereits große Strapazen hinter sich haben und auf dem langen Transport unzureichend versorgt wurden. Diese Tiere haben meist auch eine vielzahl an schädlichen Parasiten, daher sollte man sie so schnell wie möglich in Quarantäne setzen und eine Kotprobe bei einem reptilienkundigen Tierarzt abgeben. Außerdem werden viele Tiere auch unter falschem Namen verkauft, so werden einige verschiede Trapelusarten beispielsweise unter dem Namen T. mutabilis verkauft. Andererseits bleibt euch, wenn ihr wirklich diese Tiere halten möchtet, oftmals nichts anderes übrig, als auf Zoohandlungen und Börsentiere zurück zu greifen.
Habt ihr nun jemanden gefunden, von dem ihr Trapelus beziehen könnt, die nötige Fachliteratur gelesen und euch ausreichend informiert, um den Haltungsbedingungen des Tieres gerecht zu werden, muss zuerst einmal ein Terrarium gebaut oder gekauft werden. Auch hier steht ihr wieder vor einer schwierigen Entscheidung: Kauf oder Selbstbau? Ihr solltet vorher abwägen was für euch billiger ist oder euch auch in Anzeigen und auf Börsen umsehen, denn dort werden die fertigen Terrarien meist viel billiger verkauft, als sie in einem Laden kosten würden.
Achtung: Es reicht bei weitem nicht, sich von dem Händler die Haltungsbedingungen erklären zu lassen, denn in diesem Fall erlebt ihr im Nachhinein eine böse Überraschung! Informiert euch ausreichend, besucht Börsen, sprecht mit Händlern, kauft euch Bücher und stöbert in Foren.
Ich kann außerdem nur empfehlen, das Terrarium vor dem Kauf des Tieres einmal Probe laufen zu lassen. Wenn alles funktioniert, dann kann das Tier gekauft werden.
Überlegt euch bitte gut: